SmartEnergie
Gebäude mit Zukunft

Dass Privathäuser mit aufwändiger Haustechnik ausgestattet werden, ist nicht selten. Im Geschosswohnungsbau beschränkt man sich dagegen oft aufs Wesentliche.
Georg Danneberg, Immobilienfachmann aus Nürnberg, geht jetzt beim Neubau von 8 Wohnungen und einer Gewerbeeinheit in Fensterbach neue Wege. Eine unter dem Begriff SmartEnergie durchdachte Haustechnik soll für künftige Eigentümer wie Mieter handfeste Vorteile bringen. Wir sprachen mit Georg Danneberg.

BR: Herr Danneberg, die technische Ausstattung Ihres Bauvorhabens liest sich sehr eindrucksvoll. Was steckt hinter dem Begriff SmartEnergie?

Danneberg: Die Nebenkosten werden künftig für Eigentümer wie für Mieter das entscheidende Thema sein. Nicht umsonst spricht man von der zweiten Miete. Wir haben uns überlegt, ein Gebäude zu bauen, das einen möglichst niedrigen Energie-grundbedarf hat. Den Rest, der dann noch gebraucht wird, erzeugen wir zu einem hohen Anteil im Haus. So können wir erfreulich niedrige Nebenkosten - ja sogar einen Energiegewinn realisieren.

BR: Verraten Sie uns, wie genau Sie das realisieren?

Danneberg: Einen niedrigen Grundverbrauch erreichen wir durch eine entsprechende Gebäudeausführung. Wir investieren in eine gute Dämmung, in gute Fenster und Türen. Zudem ist unser Haus so konzipiert, dass wir über die Nordseite geringe Wärmeverluste haben und über die Südseite von der passiven Nutzung der Sonnenenergie profitieren.
Der wesentliche Unterschied zu herkömmlichen Wohngebäuden ist aber die Haustechnik. Hier bauen wir extrem innovativ und fortschrittlich.

BR: Ich habe gesehen, dass Sie eine große Photovoltaik-Anlage verbauen.

Danneberg: Wir werden mehrere zehntausend kWh Strom erzeugen. Aber nicht, um ihn zu verkaufen, sondern um ihn im Gebäude zu verbrauchen. Darum erzeugen wir die Wärme auch mit einer klassischen Wärmepumpe. Die braucht außer etwas Strom keinen weiteren Energieträger. Und Strom haben wir dank der PV-Anlage reichlich und vor allem kostenlos.

BR: Aber eine gute Eigenverbrauchsquote zu realisieren ist ja nicht so einfach oder?

Danneberg: Richtig. Darum installieren wir zusätzlich einen Stromspeicher mit intelligenter Steuerung. Die sorgt dafür, dass mit erzeugtem Strom zunächst der Bedarf im Haus gedeckt wird. Strom, der nicht sofort verbraucht werden kann, wird verwendet, um den Stromspeicher zu laden. Erst wenn der Eigenbedarf im Haus gedeckt und der Speicher voll geladen ist, speisen wir Strom ins öffentliche Netz und erhalten dafür eine Vergütung, die allen Eigentümern und Mietern zu Gute kommt. Wobei der größere Wert der Eigenverbrauch ist. Esche und Anforderungen. Gehen Sie dabei besonders auf folgenine kWh Strom ist rund 30 Cent wert. Sie können ausrechnen, welche Einsparung bei den Stromkosten da zusammenkommt.

BR: Ist das Gebäude autark?

Danneberg: Nein, das wäre unwirtschaftlich. Einen Rest Strom werden wir zukaufen. Und wir müssen ja sicherstellen, dass in Zeiten mit niedrigerem Ertrag und hohem Verbrauch die Versorgung steht.

BR: Wie kommt das SmartEnergie-Konzept bei den Interessenten an?

Danneberg: Sehr gut. Wir stehen ja erst am Anfang der Verkaufsphase. Trotzdem haben wir schon einen guten Teil reserviert, beziehungsweise verkauft. Aber keine Angst: Wir sind noch nicht ausverkauft.

BR: Herr Danneberg, vielen Dank für dieses Gespräch.
Miettreff Stand 18 EG
<<   >>