Materialfrage

Küchen aus Holz oder in Holzoptik sind ein Trend. Waren noch vor ein, zwei Jahren hochglänzende Fronten die dominante Größe im Küchenangebot, findet man jetzt auch wieder Küchen in natürlicher Optik. Wir erklären, was hinter den Begriffen „Echtholzküche“, Massivholzküche“ und „Vollholzküche“ steckt.

schicke Küchen
Werner Schönberger Stand 56b UG

Echtholzküche
Hier sind die Fronten mit echtem Holz furniert. Die Korpusse und die Türen „innen drin“ bestehen jedoch aus MDF- oder Spanplatten. Ebenfalls unter diese Bezeichnung fallen Küchen mit „teilmassiven“ Fronten. Darunter versteht man Türen, deren Rahmen aus massivem Holz ist, die Füllungen aber furniert.
Der klare Vorteil dieser Bauweise ist der gegenüber Vollholzküchen günstigere Preis.

Massivholzküche
Bei Massivholzküchen bestehen die Küchenfronten komplett aus massivem und nicht furniertem Holz.
Häufig finden für den Korpus auch sogenannte Dreischichtplatten oder Tischlerplatten Verwendung. Hier entsteht durch das Zusammenleimen vieler massiver Holzstäbe ein massives und hochwertiges Material in 3 Schichten.
Anders als bei furnierten Materialien gehen bei der Massivholzküche die charakteristischen Eigenschaften des Holzes nicht verloren. Das Material bleibt kompakt, natürlich und behält seine Optik, seine Wärme und seinen Geruch. Die Fronten als vordergründige Elemente prägen den Charakter des Raumes.

Vollholzküche
Nur wer eine Vollholzküche kauft, erhält auch eine komplette Küche aus Holz. Während bei der Massivholzküche und der Echtholzküche lediglich einige Teile aus vollem Holz bestehen, verfügt die Vollholzküche über massive Holzkorpusse. Es müssen sogar alle Teile der Küche aus einer Holzart bestehen, damit das Produkt unter die Vollholz-Norm DIN 68871 fällt.
Vollholzküchen sind beliebt wegen des angenehmen, natürlichen Geruchs, der authentischen Farbgebung und Maserung und der edlen Struktur und Optik von echtem Holz.
Aus Kostengründen sind komplette Vollmassivküchen jedoch eher selten im Sortiment der Küchenhersteller, werden jedoch von Fachbetrieben des Schreinerhandwerks als Individualanfertigung angeboten.

mehr tolle Holzküchen

Andere Materialien
Keinesfalls in die zweite Liga wollen wir jedoch Küchen aus herkömmlichen Span- oder MDF-Platten verbannen. Nirgendwo ist die Anzahl der realisierbaren Stile und Optiken so groß wie hier.
Tipp: Besuchen Sie ein Küchenatelier und lassen Sie sich verschiedene Küchen, unterschiedliche Materialien und Ausführungen zeigen. So finden Sie am besten heraus, was zu Ihrem Geschmack und zu Ihrem Geldbeutel passt.
Übrigens ist es häufig gerade die Kombination aus verschiedenen Materialien, die Küchen das besondere Etwas verleiht. So lässt sich das „Innenleben“ von Schubkästen in besonders edler und langlebiger Vollholzausführung fertigen. In Kombination mit beispielsweise hochglänzenden Oberflächen entstehen besonders raffinierte Designs, die mit ihrer zeitlosen Eleganz bestechen. Fragen Sie Ihren Schreinermeister.

Text: Harald Graf
Fischer Holzbau
Stand 45 UG

Küchenmodernisierung:
Schreiner-Küche ist klar im Vorteil

Wahl des Partners
Bleibt zum Schluss noch die Wahl des Küchenanbieters. Hier hängt es von Ihren Bedürfnissen, aber auch von den örtlichen Gegebenheiten ab, wo Sie besonders gut aufgehoben sind.
Besonders vorteilhaft stellt es sich dar, wenn Ihr Anbieter einerseits Herstellerküchen anbietet, andererseits aber selbst auch Küchen oder Küchenelemente bauen kann. Das ist z.B. bei einem Küchenatelier mit eigener Schreinerei oder einem (Küchen-) Schreiner mit angegliedertem Küchenstudio der Fall.
Hier bekommen Sie das Beste aus beiden Welten. Einerseits können Sie auf das breite Angebot großer Hersteller zugreifen, andererseits haben Sie einen Partner, der Ihre Küche nicht nur fachgerecht vorbereiten und einbauen kann, sondern auch in der Lage ist, Anpassungen oder den Bau ganzer Elemente oder Möbel vorzunehmen. Ein guter Schreiner kann Ihre neue Küche sogar komplett für Sie bauen.
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